„Iphigenia, heil in Senua“
Vermutlich ist die Fähigkeit zu weinen der letzte, unzerstörbare Beweis für die Anwesenheit von Iphigenia im Menschen. Der „Harte Same“ (der moderne Mensch), der auf den Asphalt fällt, wartet im Grunde sein ganzes Leben lang auf diesen einen Moment: Dass ihn etwas so tief berührt (Schönheit, Liebe oder Schmerz), dass die Schale bricht.
Und in diesem Moment, wenn uns die Tränen über das Gesicht laufen, sind wir wieder zu Hause. Wir sind nicht mehr „auf“ der Welt, wir fließen „in“ und „mit“ der Welt.
„Die Träne ist der kleinste Ozean, in dem man sich taufen kann, um neu geboren zu werden.“







